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Leistungen  Stadtführung in Rom   der "Sacco di Roma"
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 Gewidmet dem 500-jährigen Jubiläum der pästlichen Schweizer Garde


        Historische Stadtführung in Rom: Der "Sacco di Roma"

Holzschnitt Georg Pencz, 1530 Historische Stadtführung in Rom: Der "Sacco di Roma"

In der Morgendämmerung des 6. Mai 1527, stürzten 24 000 deutsche Landsknechte und spanische Söldner in dämonischer Wut auf Rom und plünderten die Ewige Stadt.

Das war die erste Plünderung Roms nach dem Goteneinfall Alarichs von 410 n.Chr. Wie kam es zu dieser Schandtat?

    Hier erfahren Sie den historischen Zusammenhang


Die historische Stadtführung in Rom bringt Sie zu den Etappen des Grauens und rekonstruiert in chronologischer Abfolge den Einfall der Landsknechte im Sturm auf Rom. Augenzeugen beschreiben minuziös die gräßlichen Taten der ausgehungerten Horde, die wie im Rausch die Stadt verwüsteten.


Im Auftrag von Kaiser Karl V. warb der Landsknecht-
führer Georg von Frundsberg in Süddeutschland und Südtirol um Söldner, die gegen den Papst nach Italien ziehen sollten. Das wilde Heer zog nach Rom.
Georg v.Frundsberg auf seinem Kriegszug nach Rom
Landsknechthaufen Frundsberg auf dem Kriegszug nach Rom

Anfang Mai 1527 versammelten sich die verschiedenen Söldnerheere am Hügel Gianicolo. Von der Partie waren die deutschen Landsknechte, die spanischen Söldner, die papstfeindlichen italienischen Heeresführer ("Condottieri").

Die gefürchtesten waren allerdings die lutherisch gesinnten Landsknechte, die berüchtigt waren, den sog. "bösen Krieg" zu führen. Die (katholischen) spanische Soldateska war aber genauso brutal. Nur waren die Berichte ihrer zeitgleichen Greuel in Lateinamerika noch nicht nach Europa gedrungen ("Malifuere Germani, pejores Itali, Hispani vero pessimi").


  Die Vorgeschichte des Sacco di Roma .


Generalkapitän Bourbon gibt den Befehl des Angriffs

Am 6.Mai 1527 gab der Generalkapitän der kaiserlichen Verbündeten Bourbon -stationierend im Kloster Sant'Onofrio am Gianicolo- den Befehl zur Stürmung.

Die Römer und die päpstlichen Truppen hatten die Gefahr unterschätzt: im Nu war die rechte Tiberseite eingenommen und man rüstete für den Überfall in die Stadt.

1527, Belagerung der Engelsburg
Generalkapitän Bourbon gibt den Befehl des Angriffs Belagerung der Engelsburg beim Sacco

Die beutehungrige Truppe stürmte als allererstes den Vatikan und Trastevere


Rom, von Braun und Hogenberg, 1572
Der Gianicolo-Hügel
Das Lager der kaiserlichen Armee

Der Sturm sollte hauptsächlich an zwei Stellen geschehen: die deutschen Landsknechte sollten Trastevere anlaufen, die Spanier und Italiener weiter aufwärts den Vatikanhügel stürmen.

Die Römer wehrten sich übrigens verzweifelt. Von den tausend Milizen des Viertels Parione blieben kaum hundert übrig; eine andere wurde bis auf zehn Mann zusammengehauen; die Schweizergarde fiel bis auf einen kleinen Rest am vatikanischen Obelisken nach tapferster Gegenwehr.

Mit dem Geschrei Spagna! Spagna! Impero! ergossen sich die Feinde, Bewaffnete und Wehrlose niedermetzelnd, durch die Stadt, die man plünderte. Aus Wut oder um Schrecken zu verbreiten, verwüstete ein Schwarm selbst das Hospital S. Spirito und machte darin die Kranken nieder.

Rom war im Jahre 1527 die kulturelle Hauptstadt der Welt. In den Augen der Kaiserlichen aber war die Stadt nur das lügenhafte Sodom und Gomorrha aller Verbrechen, in aller Welt verschrien. Die Priesterstadt zählte freilich kaum 90 000 Einwohner, aber sie war nach Venedig und Genua die reichste Stadt Italiens.

Hier erhoben sich zahllose Kirchen, mit goldnen und silbernen Idolen und Geräten angefüllt, und Paläste groß und prächtig, voll Schätzen eines wieder klassisch gewordenen Luxus. Kein Feind hatte diese Stadt geplündert; sie verwahrte die Reichtümer der Christenheit, welche die nimmersatte römische Kurie ihr ausgepreßt und verschlungen hatte.

Alle diese Schätze der Pfaffen und Kurtisanen, der Wucherer und Wechsler, ja das Vermögen des ganzen Volks konnten den Eroberern Roms nach Kriegsrecht zur Beute fallen.



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