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Leistungen |
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Thematische Kulturführungen in Rom om zu Goethes Zeiten |
| Johann Wolfgang v. Goethe (1749-1832) in Rom |
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"Ich kann sagen, daß ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. |
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Der deutsche Künstler und Gelehrte verweilte zwischen 1786 und 1788 zwei Mal in Rom (insgesamt 15 Monate). Als "nordischer Flüchtling" war er fasziniert von der Sinnlichkeit des Südens, dem freieren, leichteren Lebensgefühl der Italiener und ihrer heiteren Gelassenheit. "O wie fühl ich in Rom mich so froh! gedenk ich der Zeiten "Da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing, Trübe der Himmel und schwer auf meine Scheitel sich senkte, Farb- und gestaltlos die Welt um den Ermatteten lag." Stadtführungen in Rom: Auf Goethes Spuren |
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Am 30. Oktober 1786, einen Tag nach seiner Ankunft in Rom, zog Goethe in die Wohnung des Malers Johann Heinrich Tischbein am Corso, zusammen mit zwei anderen deutschen Malern. Ihre Vermieter waren ein römisches Kutscherehepaar. Goethe besuchte Roms vergessene Denkmäler, wohnte dem römischen Karneval bei, verkehrte mit deutschen Diplomaten und Gelehrten, nahm an den ausgelassenen Volksfeste teil, zog sich oft in sein Zimmer zurück um seinen literarischen Werken nachzugehen. |
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1. Auf Goethes Spuren in Rom
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Die Kulturführung "Auf Goethes Spuren in Rom" bringt den kulturorientierten Rombesucher zu einigen ausgewählten Stationen, die J.W. Goethe während seiner beiden Aufenthalte aufsuchte und in der 'Italienischen Reise' (1829 erschienen) verewigte.
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Piazza del Popolo |
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Casa di Goethe (Goethe-Museum) |
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Villa Medici (Académie de France) |
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Goethe verbrachte in der Villa Medici am Pincio eine turbulente Nacht. Es war der 19.Februar 1787, als der Weimarer hier vor einem Gewitter Zuflucht suchte. Seit 1804 ist in der Villa die Académie de France untergebracht. Die berühmte Institution wurde 1666 zur Förderung französischer Künstler und Gelehrte in Rom gegründet. |
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Spanische Treppe (SS.Trinità dei Monti) |
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Die Spanische Treppe und SS.Trinità dei Monti waren in 5 Minuten von der Wohnung Goethes zu erreichen. Der knapp 60 Jahre vor Goethes Ankunft fertiggestellte Spanische Platz hatte von seinem Glanz schon eingebüsst: Die Zeit des Spätbarocks wurde von dem französischen Rokoko und von der Revolutionskunst bald eingeholt. Mehr dazu hier. |
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Caffè Greco (Via Condotti 86) |
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Palazzo di Montecitorio Goethe beschreibt den Platz im September 1787. Der Obelisk kam erst 1792 dazu, als Pius VI. ihn aufrichten ließ. "Die herrlichen ägyptischen Denkmale erinnerten uns an den mächtigen Obelisk, der (...) nunmehr aber in Stücken, umzäunt von einem Bretterverschlag, in einem schmutzigen Winkel auf den kühnen Architekten wartete (...). Er ist überall mit zierlichen naiven Figuren, obgleich in dem bekannten Stil, übersäet." |
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| Trevibrunnen |
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Der Trevibrunnen wurde 1762 fertiggestellt. Im Altertum endete hier die Acqua Vergine, die Augustus für seine Thermen am Pantheon umleiten ließ. Der monumentale Brunnen verdiente kaum Goethes Aufmerksamkeit; er erschien in seinen Augen wohl als barocke Überladung. Sein Hauptinteresse galt der Antike. Mittelalter, Renaissance und Barock galten ihm wenig oder gar nichts. |
| Quirinal |
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Zu Goethes Zeiten diente der Palazzo al Quirinale noch als päpstliche Residenz. Goethe beschreibt in seinem Tagebuch den festlichen Besuch am 3.November 1786, zusammen mit Tischbein: "Der Platz vor dem Palaste hat was ganz eignes Individuelles, so unregelmäßig als grandios und lieblich. Die beiden Kolossen erblickt' ich nun! Weder Auge noch Geist sind hinreichend, sie zu fassen. (...) In diesen Vorsälen, der Kapelle gegenüber, in der Ansicht der Reihe von Zimmern, fühlt man sich wunderbar unter einem Dache mit dem Statthalter Christi [der Papst]." |
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2. "Begegnung mit der Antike"
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"Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt. Wie man geht und steht, zeigt sich ein landschaftliches Bild aller Art und Weise, Paläste und Ruinen, Gärten und Wildnis, Fernen und Engen, Häuschen, Ställe, Triumphbögen und Säulen, oft alles zusammen so nah, daß es auf ein Blatt gebracht werden könnte. Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder! Und dann ist man abends müde und erschöpft vom Schauen und Staunen." 7. November 1786 |
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In Rom begegnet Goethe erstmals der "greifbaren" Antike Sein Zugang zu antiker Kunst war durch die Schriften Winckelmanns geprägt. Goethe entwickelte diese idealisierende Kunstanschauung weiter: Er erstrebte mehr als eine bloße Nachahmung antiker Ideale, suchte das Verhältnis von Kunst und Natur neu zu bestimmen. Aussagekräftig sind in diesem Zusammenhang die Beschreibungen seiner Besuche in den (ehem.) farnesianischen Gärten am Palatin, welche er auch in Skizzen festhielt. |
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3. "Rom zu Goethes Zeiten"
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"Hier ist nicht ein Fest, das wie die vielen geistlichen Feste Roms die Augen der Zuschauer blendete; hier ist kein Feuerwerk, das von dem Kastell Sankt Angelo einen einzigen überraschenden Anblick gewährte; hier ist keine Erleuchtung der Peterskirche und Kuppel; hier wird vielmehr nur ein Zeichen gegeben, daß jeder so töricht und toll sein dürfe, als er wolle, und daß außer Schlägen und Messerstichen fast alles erlaubt sei." Goethe über den römischen Karneval |
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Roms Bild hat sich seit Goethes Zeiten krass verändert. In seiner Epoche wurden viele kunsttopographische Stadtaufnahmen veranlasst, sodass wir das ursprüngliche Aussehen rekonstruieren können. G.B Piranesis (1720-1778) Stiche und Goethes Beschreibungen werden so zu Idealen Medium eines kulturhistorischen Querschnittes durch drei Stilepochen - Barock, Rokoko, Klassizismus. |
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| Il Campidoglio | |
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Der Kapitolshügel wurde von Goethe mehrmals aufgesucht. Das letzte Mal am 1.März 1788, kurz vor seiner endgültigen Abreise im April. |
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| Piazza Navona | |
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| Die Piazza Navona kommt oft in Goethes Tagebuch vor. Damals wie heute ist er sowohl von Touristen als auch von den Römern besucht. Ein Platz mit tausendjähriger Geschichte der durch die Jahrhunderte sein Wesen nicht verändert hat. Hier erfahren Sie mehr | |
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