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Kultur Faleria Dorfgeschichte
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Das Dorf Faleria befindet sich in der Tuscia (auf dt. "Tuszien"), eine antike Bezeichnung für jenes Gebiet Südetruriens, welches zwischen dem thyrrenischen Meer, der Toskana und Umbrien liegt. Unweit davon sind die Ausgrabungen von Vulci, Tuscania und Tarquinia. Nördlich davon folgen die Colli Cimini (lago di Vico), die Colli Volsini (lago di Bolsena) und die Stadt Viterbo. Östlich verläuft das mittlere Tibertal.
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| Faleria müßte eigentlich Stabia (oder Stabbia) heißen. Der ursprüngliche Name des Ortes leitet sich wahrscheinlich vom Lateinischen "Stabulum" ab und bezog sich auf der naheliegenden Raststation an der antiken Via Flaminia. Die willkürliche Bezeichnung Faleria stammt erst aus dem Jahr 1872 als man aus unerforschten Gründen die alte Benennung einstellte. |
| In der Galerie der Geographischen Landkarten, in den Vatikanischen Museen, zeigt ein Fresko von 1580-90 noch die alte Namensgebung: Stabia. Die antike Konsularstraße Via Flaminia ist zu erkennen (in Weiß eingetragen). Man erkenn auch Santa Maria di Stabia, eine Kirche (vielleicht auf der antiken Raststation gebaut), die nicht mehr erhalten ist. |
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Die Falisker wurden im 10. und 9. Jhdt. v.Chr. die ersten Einwohner Falerias. Die Besiedlung erfolgte auf einer der charakteristischen keilförmigen Tuffsteinrippen dieser Gegend, die allumseitig leicht zu verteidigen waren. |
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| Die urbanistische Entwicklung Faleria ist besonders interessant. |
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10. - 9.Jhdt. v.Chr. - Ansiedlung der 'Falisci', die Etrusker Tusziens. Hüttenbau auf der keilförmigen Anhöhe, genannt "Piedicastello".
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11. - 15.Jhdt. - Das mittelalterliche 'Stabbia' entsteht: Einverlaibung der etruskischen Bauten, Ausdehnung mit dem Schloss der Anguillara und Schutzmauern.
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16.Jhdt. - Neuzeitliche Bauphase. Es entsteht der heute noch bewohnte Renaissance-Bezirk. Achsialsymmetrische Ausrichtung der Straßenzüge.
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19.Jhdt. - Moderne Entwicklungsphase. Bau des Rathauses, der Ausblickterrasse und der Häuserreihen rings um den (neunen) Dorfplatz. |
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Den modernen Plan Falerias |
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| Das Schloss der Familie Anguillara ist ein Juwel spätmittelalterlicher Fortifikationskunst. |
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Das Adelsgeschlecht der Anguillara stammt wahrscheinlich aus der Normandie. Im 11.Jhdt. sind sie die Herren über den Ort Anguillara, am Braccianosee (ca. 20 km von Faleria entfernt). Heinrich VII, Sohn des Friedrich Barbarossa, macht sie hier 1191 zu Grafen. |
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Das monumentale Schloss von Faleria ist von den Anguillara im 13.Jhdt. errichtet worden. Die Zu- und Umbauten häufen sich aber im Laufe der Jahrhunderte. Das heutige Aussehen stammt hauptsächlich aus seiner glorreichsten Zeit: das 16.Jhdt. Flaminio Anguillara macht des ab 1549 zu einer repräsentativen Residenz, nach seiner Heimkehr von der Schlacht von Lepanto. Von hier aus führt er eine kluge Bündnispolitik mit den Familien Savelli und Strozzi.
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Die prächtigsten Umbauten stammen aus der Zeit des Giuliano Anguillara (ab 1459). Sein Sohn, Giovanbattista, ging als Despot in die Ortsgeschichte ein. Er ließ 1505 seine Stiefmutter, Girolama Farnese (Schwester von Papst Paul III) im Salone Nobile ermorden. |
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| Faleria - der Sterbeort Otto III. |
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Im nahegelegenen Schloss Paterno ist am 3.Jänner 1002 Kaiser Otto III. ums Leben gekommen. Angeblich wurde er von seiner Hofdame Stefania Crescenzio vergiftet - er hatte ihren Mann in der Engelsburg in Rom enthaupten lassen. Der junge Kaiser hielt sich mehrmals in Paterno auf, zusammen mit dem (ersten) deutschen Papst Gregor V. Von hier plante er die Angriffe auf Rom als aufständische Familien seine Herrschaft ablehnten. |
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Die Umgebung Faleria ist von atemberaubender Schönheit und authentisch. Besuchen Sie die "Tuscia" - zumindest virtuell! ulturlandschaft 'Tuscia' (Südetrurien) |
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