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Kultur römische Impressionen Tiberinsel
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| Die Tiberinsel (Isola Tiberina) ( Quellen ) |
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Die Tiberinsel hat eine zweitausendjährige Geschichte und ist tief im römischen Bewußtsein verankert. |
| Seit Urzeiten dient sie als natürliche Brücke und Übergang zum Stadtviertel Trastevere ('trans tiberim'). Die Insel über dem Tiber wird seit jeher mit dem Gesundheitsgott Aesculapius in Verbindung gebracht. Hier soll seine Schlange nach der langen Reise aus Griechenland im Jahre 293 v.Chr. ans Land gegangen sein. Ein dem Gott Äskulap geweihter Tempel wurde 289 v.Chr. eingeweiht - als es über den Strom noch Holzpassagen gab. Die beiden Brücken (Cestius und Fabricius) gibt es seit dem I.Jhd. v.Chr. |
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Die Legenden und geschichtlichen Ereignisse der Tiberinsel sind unzählig. Es gibt sehr gut aufgearbeitete Quellen, die auch im Web zu haben sind. Hier finden sie zwei Hinweise. Die Insel wurde dutzende Male umgebaut. Während einer Stadtführung zur Tiberinsel wird ein ikonographischer Schwerpunkt gesetzt, der dem ursprünglichen Aussehen im Laufe der Zeit gerecht wird. |
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| Die Äskulapschlange erreicht die Tiberinsel, und Rom wird von der Pestwelle con 293 v.Chr. gerettet. | Das Gebiet rund um der Tiberinsel war im 6.Jhd. v.Chr. noch Sumpfgebiet. Die Urrömer lebten auf den Hügeln - Kapitol, Aventin, Palatin, Quirinal sind im Bild zu erkennen. Zu sehen das Forum Boarium an, lange bevor die Steinbrücke nach Trastevere führten. | Die Tiberinsel im 4.Jhd.n.chr. Zu sehen sind die beiden Steinbrücken Cestio und Fabricio (1.Jhd.v.Chr.). Dort, wo heute die Kirche San Bartolomeo steht, befand sich ursprünglich der Äskulaptempel. Man erkenn auch die kleineren Nebentempel, Faunus und Veiove geweiht, und ein Kultplatz für den Jupiter Iurarius. |
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Interessant sind auch jene Rompläne, die im Mittelalter und Neuzeit nach den Reportagen von Rombesuchern und Pilgern angefertigt wurden. Die Erzählungen berichten von Riesenschiffe aus Stein, die auf dem Wasser schweben und ähnliche Phantasien. Zwei gute Beispiele sind die Pläne der Gebrüder Limburg von 1411. Hohe gotische Türme und mittelalterliche Paläste zieren die ideale Stadt. Pietro del Massaio (1490) bringt die antiken Namensgebungen und skizziert kurz die Ruinen auf der Tuffsteininsel. |
| Drucke und Zeichnungen aus verschiedenen Epochen helfen für eine Rekonstruktion des jeweiligen Aussehen in den Jahrhunderten. |
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| Im Mittelalter nutzen die Römer die Strömung des Flusses, indem sie schwimmende Mühlen bauten. Sie waren an den Ufern mit Schiffen verankert, die das Mühlenrad dazwischen stützten. Die Strömung betätigte die Räder und deponierte das Mehl direkt in die Schiffe. Die Mühlen am Tiber wurden bis 1871 benutzt, als die Tiberdämme die Einheit zwischen Stadt und Fluß zerrissen. | |
| Die Tiberinsel wurde schon immer als ein riesiges Schiff mitten im Tiber beschrieben. Die Drucke und Zeichnungen der alten Meister verraten in der Interpretierung viel Vorstellungskraft. Due langgezogene Urform wurde zum Inbegriff des Schiffes. |
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| Etienne Du Pérac, antiker Stadtplan von 1574. | Philip Galle um die Mitte des 16.Jhds. | Giovanni Battista Piranesi um die Mitte des 18.Jhds. |
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| Die Tiberinsel wie sie immer war: ein Ruinenhaufen mit baufälligen Brücken und einem Krankenhaus für Pestkranke. Hier wurden seit dem Mittelalter die Aussätzigen verfrachtet und isoliert. |
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Ettore Franz Roesler malt verschiedene romantisch anmutende Romveduten am Ende des 19.Jhd. Die Gemälde sind vor dem Jahr 1871 angefertigt worden: man erkennt die Ufer ohne den Dämmen. |
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