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Über uns Pressestimmen 'Hannoversche Allgemeine Zeitung'
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Rezension von Karin Dzionara in: 'Hannoversche Allgemeine Zeitung', vom 05.07.2003, Nr.154, Reisebeilage, S.31 (Link: www.haz.de) Wie ein „Römer auf Zeit“Kultur allerorten. Und Cappuccino zu Wucherpreisen, wo sich die Touristen um einen Sitzplatz im Schatten drängen. Das nervt. Das wissen auch Alessandro Canestrini und seine Mitarbeiter. Deshalb hat der engagierte Kunsthistoriker vor drei Jahren den Kulturverein „RomaCulta“ ins Leben gerufen: Er bietet individuelle Rom-Führungen für Einzelreisende und kleine Gruppen an. Als Absage an den Massentourismus und als Nische für ein Publikum, das sich heute wohl auch selbst nicht mehr zum „klassischen Bildungsbürgertum“ zählt, das aber gezielte Fragen an die Stadt und ihre Kunstschätze hat - das also „den anderen Blick“ auf Rom sucht. Canestrini, Jahrgang 1971, eröffnet neue Perspektiven auch deshalb, weil er im überwältigenden Kulturerbe Roms Zusammenhänge entdeckt, die bei den herkömmlichen Stadtführungen bestenfalls am Rande Erwähnung finden. |
Themenführungen sind die Spezialität des gebürtigen Südtirolers, der in Wien Kunstgeschichte und Philosophie studiert hat, seit sechs Jahren in Rom lebt und arbeitet und Deutsch ebenso fließend spricht wie Italienisch. Und so hat er das Reiseprogramm von „RomaCulta“ auch auf den deutschsprachigen Raum zugeschnitten. Seine Mitarbeiter, junge Archäologen, Kunst- und Kulturhistoriker, sind ebenfalls fit in beiden Sprachen. Denn darauf legt Canestrini großen Wert. „Wir bieten keine Nullachtfünfzehn-Führungen an“, sagt er selbstbewusst. Und Ideen für Rundgänge durch Rom sprudeln nur so. „Goethe in Rom“ gehört dabei zu den Klassikern. Neu ist das Thema „Luther in Rom“. Der Einfall dazu kam ihm nach einem Gespräch mit einem evangelischen Pastor während einer Führung. Für Romantiker gibt es „Rom bei Nacht“ - an den Brunnen der Stadt, wenn sich das (Mond-)Licht im Wasser spiegelt. Canestrini und sein Team führen durch Foren und Katakomben, durch Kirchen und Museen, sie führen durch „Römische Paläste“, erkunden die Geschichte der Stadt bei einem „Mosaiken-Spaziergang“, untersuchen das Bauwesen der Antike oder machen einen Ausflug in den vergessenen Norden Roms. Kulturtourismus als Entdeckungsreise: auch für die jungen Experten, die die Touren vorbereiten. Bei den Führungen, meint Canestrini, sollte eine Gruppe auf höchstens zehn Teilnehmer beschränkt bleiben. Am besten, mit gleichem Vorwissen und gleichen Interessen. „RomaCulta“ führt Studenten ebenso wie Sportgruppen, begleitet junge Paare während der Flitterwochen und Familien. Die Mitarbeiter geben auch Tipps, wie man allein in Rom zurechtkommt: Wo gibt es ein günstiges Restaurant für Familien, wohin fährt welcher Bus, wie kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur abgelegenen Via Appia Antica? So fühlt sich der Tourist schnell wie ein „Römer auf Zeit“. „Rom für Kinder“ liegt dem „RomaCulta“-Chef besonders am Herzen. Und deshalb hat er spannende Themen parat: etwa „Auf Caesars Spuren“, „Roms Katzenkolonien“ oder „Die sieben Hügel in 400 Minuten“. Er führt seine jungen Gäste zu den altägyptischen Obelisken, die noch heute stehen. Dabei erfahren sie nicht nur etwas über den Umgang der Römer mit den „Mitbringseln“ vom Nil. Alessandro Canestrini erzählt auch, wie später die Kirche ihren Machtanspruch ausdrückte: Man setzte den Obelisken ein Kreuz auf die Spitze - „Markenzeichen für die Papststadt“. |
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