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Das Pantheon in Rom - präsentiert von RomaCulta

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Das Pantheon in Rom

Das Pantheon - oder der großartigste Rundbau des Altertums.

Ein Zylinder mit einer Halbkugel darauf, ist im Grunde - ohne den Zusatz des Vorbaus mit dem Giebel über Säulen - alles. Eben genial schlicht - und antik in der menschlichen Baugeschichte ist die architektonische Idee des Pantheon, daß dieses Götter- und Gotteshaus seit dem Altertum Bestand hat, heute das besterhaltene, kaum veränderte Bauwerk der römischen Antike.

Von der Piazza della Rotonda kommend geht man auf die Säulenvorhalle zu. Da sich im Laufe der Jahrhunderte das Straßenniveau deutlich gehoben hat, wirkt das Bauwerk von der Piazza aus heute gedrückt und die Kuppel nicht sehr hoch gewölbt, weil der Zylinder über die Kuppel gezogen scheint.

Wem er den Tempel weihen ließ ist in der Deutung umstritten: "Pantheon", allen von den Römern verehrten Göttern, oder den sieben heiligen Planetengottheiten, Neptun, Uranus, Saturn, Jupiter, Merkur, Venus und Mars. Auf letzteres könnte die symbolträchtige Raumgestaltung mit der Kuppel als Himmelsgewölbe, der Mittelöffnung als Sonne und den Kassetten als Planetenbahnen hinweisen.

Das heutige Pantheon ist der veranlaßte Neubau Kaiser Hadrians (120-125). Am 1.Nov.608 schenkte der Byzantinische Kaiser Phokas das Bauwerk Papst Bonifaz IV, der hier die Gebeine vieler Märtyrer beisetzen ließ und im folgenden Jahre den Tempel als Kirche S. Maria ad Martyres weihte. Gleichzeitig stiftete er das Fest Allerheiligen.

Pantheon, Grundriss und Innenansicht

Pantheon, Pronaos (Vorhalle) In der Vorhalle (33m Breite, 13,5m Höhe) stehen 16 monolithische Säulen aus ägyptischen rosa-beta und grauem sardinischen Granit mit korinthischen Kapitellen, 12,5m hoch, teils antik, teil aus dem 17.Jhdt.
Papst Urban VIII. Barberini ließ 1632 den Bronzebeschlag der Balkendecke in der Vorhalle herausnehmen und ließ aus dem Metall 80 Kanonen für die Engelsburg sowie die Säulen für den Altarbaldachin in der Peterskirche gießen. Was zum Spott der Römer Veranlassung gab: "Quod non fecerunt barbari, fecerunt Barberini" ("Die Barberini taten, was nicht einmal die Barbaren getan haben").

An wuchtigen Bronzetüren vorbei gelangt man in den kreisrunden Raum, der einen Durchmesser von 43,3m hat; und eine Höhe mit selben Maß vorweißt. Ebenfalls identisch sind der Radius der Kuppel und der des Zylinders: die Hälfte des Durchmessers, 21,6m. Die Widerstandskraft der über 8m dicken Ziegelmauern realisierte die tiefe Aussparung von Wandnieschen, halbrunden und eckigen, so daß eine harmonische und symetrische Gliederung entsteht, ganz ohne Säulen, Pfeiler oder Fenster. Schaut man in die Höhe sieht man die radial abgestufte Kassettendecke, die an ihrem höchsten Punkt eine 9m breite (offene) Kreisöffnung aufweist, die als Quelle des sich gleichmäßig ausbreitenden Lichts des Raumes dient. Die bescheidene Innenausstattung untermauert den architektonischen Eindruck höchster Vollendung und Harmonie, die gewissermaßen Himmel und Erde umfassen und ihrer zeitlosen Vollkommenheit beeindruckend und erhebend wirken.

Panthen von Pannini

Bautechnische Betrachtungen

Das Pantheon besteht hauptsächlich aus Gussmauerwerk, die Kuppel ist also hauptächlich mit dem Einsatz von Gleitschalungen gegossen worden. Opus caementitium ist die lateinische Bezeichnung für eine betonähnliche Substanz, die, aus Steinen, Sand und gebranntem Kalkstein gemischt, hydraulischen Eigenschaften besitzt - ähnlich wie unser heutiger Beton (der hingegen als Zusatzelement Zement aufweist).

Gerd Heene Baustelle Pantheon - Cover

Der Architekt und ehem. Professor Gerd Heene hat vor einigen Jahren ein sensationelles Fachbuch ("Baustelle Pantheon") herausgegeben, wo er 3 verschiedene Theorien über die Errichtung des Pantheons aufstellt. Das Buch erlaubt dem Leser nicht zuletzt durch eine Vielzahl von maßstabsgerechten Skizzen einen Blick in die faszinierenden Zusammenhänge von Planung, Konstruktion und Logistik dieses Meisterwerks der römischen Baukultur.

Gerd Heene: Baustelle Pantheon. Planung, Konstruktion, Logistik. Verlag Bau + Technik, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7640-0448-7.


Die Kassetten Kasetten - Heene

Chronologischer Aufbau

Aufriß

 
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