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Kultur römische Impressionen Mozart in der Sixtinischen Kapelle
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Wolfgang Amadeus Mozart in der sixtinischen Kapelle zu Rom |
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R om im Frühjahr 1770. Mozart (1756-1791) besucht mit seinem Vater Leopold die heilige Stadt. Er ist seit einem Jahr in Italien unterwegs. Der 14-jährige ist als Wunderknabe schon berühmt: er gibt Konzerte in Verona, Mailand und Bologna.In Rom wird er von Papst Clemens empfangen. Die Karwoche lockte wie jedes Jahr viele Pilger an. Besonders die ernste Feierlichkeit der Tenebren, der dunklen Metten, zog die Schar der Gläubigen in die Sixtinische Kapelle. (Quellen) |
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D ie Sixtinische Kapelle war ein akustisch hervorragender Platz für die Papstgottesdienste und der letzte Hort der a-capella-Praxis. Das Sängerkolleg, welches zu ihrer Zeit zu den besten Europas zählte, hatten für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste, Feste und Prozessionen zu sorgen. Es wurden nur die besten Sänger aus ganz Europa herangezogen, unter ihnen viele Kastraten. |
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D er Knabe lauscht einer himmlischen Musik: das Miserere von Gregorio Allegri (1582-1652). Der Ruf dieser Komposition, die die Worte des 50. Psalms zum Inhalt hat und bis 1870 jeweils am Mittwoch und Freitag der Karwoche gesungen wurde, war so großartig, daß im 18. Jahrundert kaum ein Romreisender auf das Erlebnis dieser Gottesdienste verzichten wollte. Der Mythos, der um Allegris eindrucksvollen Trauermetten entstand, war enorm: Der Papst hütete sie wie ein heiliger Schatz. Das Abschreiben war bei Strafe der Exkommunikation verboten.
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Der kleine Mozart nahm diese Herausforderung an und lauschte dem Stück sein Geheimnis ab. Nach einmaligem Hören, schrieb er es aus dem Gedächtnis nieder. In einem Brief vom 14. April 1770 berichtet Vater Leopold an seine Frau: „Allein wir haben es schon. Der Wolfgang hat es schon aufgeschrieben, und wir werden es mit nach Hause bringen.“ |
| Ganz so streng wurde das Verbot des Kopierens aber nicht gehandhabt. Es gibt Nachweise, daß der Papst Abschriften des Miserere an Musikhistoriker oder gekrönte Häupter wie den König von Portugal oder den österreichischen Kaiser Joseph II. verschenkt hatte. Und auch von Mozarts genialem „Hör- Streich“ wußte der Papst. |
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