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| Autor dieser Site: Paul Schwartz © |
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| Das römisch-antike Münzwesen |
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Etruskischer Quincussis (Münze zu 5 Asse) |
Im Altertum waren im Handel Gold- und Silberstücke weit verbreitet und wurden gegen andere Güter getauscht. Ihr Gewicht legte den Wert fest. Jedes Mal wenn sie weitergegeben wurden, mussten Gewicht und Reinheit überprüft werden. Um 600 v. Chr. begannen in Kleinasien die Lyder, eine natürliche Legierung aus Gold und Silber in bohnenförmige Klumpen festen Gewichts und von hoher Reinheit zu formen und ihnen offizielle Symbole aufzudrücken. Bis um 1500 n. Chr. waren die meisten Münzen, außer im Orient, handgeschlagen. |
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In Rom hat sich erst relativ spät ein Münzwesen entwickelt. Um 211 v. Chr. wurde der Denar eingeführt, der für ca. 400 Jahre die Hauptsilbermünze Roms blieb. Der Name Denar oder Denarius leitet sich aus dem lateinischen deni (je zehn) ab, denn der Denar wurde mit 10 Assen bewertet (wenn er auch später auf 16 Asse stieg).
Rechts: die Basilica Aemilia (Ausblick zum Palatin), |
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Mit dem Beginn der Bundesgenossen- und Bürgerkriege erkannten die um Macht kämpfenden Politiker das Münzbild als Propagandamittel. Die bildlichen Darstellungen nahmen Bezug auf historische Verdienste, die sich ihre Ahnen um Rom erworben hatten oder bezogen sich auf aktuelle Politik. Vor allem Julius Cäsar nutzte die Münze in dieser Weise für sich sehr geschickt aus. Schließlich erscheint - entgegen der langen republikanischen Tradition - sogar das Bildnis der Kaiser selbst auf Münzen. |
| Trajans Münze (98 - 117 n. Chr.) |
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Der aus den Kriegszügen Caesars erbeutete Goldschatz ermöglichte eine erste reichhaltigere Prägung des Aureus. Die Goldwährung gewann dann immer mehr an Bedeutung und die Silberwährung verschlechterte sich. Die Gold- und Silbermünzen wurden in der Verantwortung der Kaiser geprägt, während für die Ausgabe der Kupfer- und Messingmünzen nominell der Senat verantwortlich war. Aus Kupfer wurde die Standardmünze, der As, geprägt, während der Sesterz (4 Asses = 1/4 Denar) aus messingähnlichem Aurichalkum hergestellt wurde.
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| Hadrians Münze (117 - 138 n. Chr.) |
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Von der zunehmenden Inflation waren vor allem der Aureus und der Denar betroffen, die im Gewicht häufig verringert und in geringerem Umfang geprägt wurden. Die drastische Verschlechterung des Denars führte schließlich 214 n.Chr. zur Einführung des Doppeldenars. Die Ausgabe von Bronzemünzen wurde sogar wegen Unrentabilität eingestellt. |
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Doppeldenar unter Gordian III (238 - 244 n. Chr.) |
Doppeldenar unter Gordian III (238 - 244 n. Chr.) |
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324 n. Chr. machte Konstantin der Große den Solidus ("in der Bedeutung gediegen") zur Standardgoldmünze im gesamten Reich. Unter den meisten nachfolgenden Kaisern wurde bei der Prägung des Solidus auf die Einhaltung des Gewichts und die Reinheit des Gehalts geachtet, sodass seine Solidität sprichwörtlich wurde. Das in Ostrom im Jahre 395 n. Chr. entstandene Byzantinische Reich übernahm den Solidus. |
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Solidus unter Theodosius II |
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Mit einem günstigen Aureus könnte man heute einen mehrwöchigen Urlaub in Rom für eine ganze Familie bezahlen - immerhin kann ich aber einen Solidus von Theodosius II (402 - 450 n. Chr.) zeigen, für den ich auch ganz schön lange sparen musste. Auf der Rückseite die sitzende Hausgöttin Roma mit Concordia (Eintracht). |
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| Autor: Paul Schwartz (Hamburg - D) - hosted by RomaCulta, ars visitandi |
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